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Wenn das Gute liegt so nahe

 

Fünf Mopedfreunde auf Tour zwischen Nahe und Glan

Die erste Tagestour 2021 stand am 3. Juli an. Insgesamt fünf Marienthaler Mopedbube haben sich dazu zusammengefunden – und wie der Zufall spielt, alle auf 50er Mopeds von Yamaha.

Nach dem Start an der Brömserburg in Rüdesheim ging es mit der Fähre auf die andere Rheinseite. Erstes Etappenziel war die Eremitage in Bretzenheim, nur gut 20 Kilometer entfernt.

Die Felseneremitage liegt zwischen Bretzenheim und Guldental, fünf Kilometer nördlich von Bad Kreuznach. Sie gilt als einziges Felsenkloster nördlich der Alpen. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit wurde sie vermutlich als heidnische Kultstätte in den Fels gehauen und in römischer Zeit bis zum 5. Jahrhundert als Mithräum genutzt. In frühchristlicher Zeit erfuhr sie seit dem siebten Jahrhundert eine Umwidmung. Urkundlich wird sie erstmals im Jahre 1043 in Form eines in dieser Zeit geweihten Altars erwähnt. Die später dort errichtete Kirche fiel im Jahre 1567 einem Erdrutsch zum Opfer und auch heute ist das Gelände wegen Felsrutsch gefährdet und kann nur eingeschränkt betreten werden. Die noch heute existierende Felsenwohnung ist gut 90 Quadratmeter groß und diente zeitweise als Konvent einer Klosteranlage. Im Jahre 1827, im Alter von 82 Jahren, starb der letzte dort lebende Eremit. 

Staudernheim, Teil der Verbandsgemeinde Nahe-Glan, war das nächste Ziel. Im Schatten eines Baumes vor der evangelischen Kirche wurde Brotzeit gemacht. Der 1.500 Einwohner große Ort hat neben der evangelischen auch noch eine katholische Kirche.

Staudernheim ist zudem ein staatlich anerkannter Erholungsort an der Nahe. Die Staudernheimer Gemarkung war aufgrund ihrer günstigen Voraussetzungen wie fruchtbare Böden, mildes Klima und einer guten Verkehrslage schon in vorchristlicher und römischer Zeit besiedelt.

Frisch gestärkt lenkte man anschließend die Mopeds in Richtung Meisenheim. Die Stadt liegt im Tal des Flusses Glan am nördlichen Rand des Nordpfälzer Berglandes. Erste Siedlungsspuren in der Gegend von Meisenheim gibt es aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. (Tongefäße-Scherben); aus dem ersten Jahrhundert v. Chr. stammt ein Münzfund. Direkt an der Kreuzung von der Untergasse zur Rathausgasse stößt man auf eines der bedeutendsten Bauwerke in der Meisenheimer Altstadt: das spätgotische Rathaus. Die Altstadt der charmanten Kleinstadt hat sich ihren historischen Charme mit vielen denkmalgeschützten Gebäuden bewahrt. Sehenswert ist auch die Schlosskirche. Die gut erhaltene, als Ensemble unter Denkmalschutz stehende Altstadt von Meisenheim besticht durch ihr mittelalterliches Bild von hohem kulturhistorischem Wert. Das Städtchen, das seit 1315 die Stadtrechte besitzt, wurde glücklicherweise von Kriegen und größeren Katastrophen verschont. Bei einem Rundgang kann man romantische Gässchen und Winkel entdecken, alte Fachwerkhäuser und prächtige Adelshöfe, die von der Zeit der Grafen von Veldenz, der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken oder der Landgrafen von Hessen-Homburg zeugen. Das verspricht Fotomotive ohne Ende. Aber auch gastronomisch hat der Ort einiges zu bieten. Die Marienthaler verschlug es erneut ins Brauhaus, das man bereits auf der Heimfahrt von der Vogesen-Tour besuchte.

Über kurvige Seitenstraßen und durch kleine Dörfer lotste das Navi die Gruppe schließlich nach Ingelheim, wo man mit der Fähre übersetzte und schließlich zu Hause angekommen die Tour bei einem Gläschen Imperial Starkbier Revue passieren ließ.

 

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